Nächster Akt im Daniel Hill Verfahren | Body-Xtreme 

Montag, 08 07 2013

Nächster Akt im Daniel Hill Verfahren

Erstes Aufeinandertreffen von IFBB Profi Daniel Hill und Murat S. im Gerichtssaal

Heute fand der mittlerweile dritte Verhandlungstermin in der Sache Murat S. gegen IFBB Pro Daniel Hill vor dem Landgericht in Frankfurt (Aktenzeichen: 2-27 O 363/12) statt.

Murat S. kam in Begleitung seines Rechtsanwalts Michael Euler, Daniel Hill kam in Begleitung seines Vaters sowie seines Anwalts. Beide trafen diesmal zum ersten Mal seit der FIBO 2012 wieder aufeinander, nachdem man sich dort wegen eines Vorfalls zerstritten hatte.

Diesmal gabs zumindest auch einen ersten Vorschlag vom Gericht, wie die Sache beendet werden könnte: Das Gericht schlug einen sog. Vergleich vor, wonach Daniel Hill 3000 Euro an Murat S. zahlen sollte. Der Vergleich kam allerdings nicht zu Stande, dazu unten mehr.

Im Video in der Videobox unten könnt Ihr die Interviews mit dem Kläger Murat S., seinem Anwalt Michael Euler sowie dem Zeugen Enrico Seidler ansehen. Mit dabei auch eine kurze Einschätzung über Daniel`s aktuelle Statur, nachdem er seit geraumer Zeit bereits Bodybuilding den Rücken kehrte um MMA Fighter zu werden.
Soviel sei gesagt: Daniel sah deutlich schmaler aus, als man dies von Ihm gewohnt war.

Worum es in dem Rechtsstreit geht, könnt Ihr hier nachlesen.

Daniel Hill ließ mittlerweile zum Anspruch selbst vortragen, dass Murat S. zwar auf der FIBO für Ihn gearbeitet hat, aber kein Entgeld vereinbart war und er die Arbeit an seinem Stand als kostenlosen Freundschaftsdienst ansah.

Die Zeugenvernehmung

Zur Beweiserhebung wurde der Zeuge Enrico Seidler geladen, ehemaliger Freund von Daniel und sein ehem. Grafik- und Webdesigner.

Er sagte aus, dass sowohl er, wie auch der Kläger Murat S. entlohnt werden sollten für die Tätigkeiten auf der FIBO. Er erhielt einen Dell Notebook, während Murat S. von Daniel entsprechend seiner Entlohnung als Personaltrainer für seine fibobedingte Abwesenheit bezahlt werden sollte. Zur genauen Höhe der Vereinbarung konnte er nichts aussagen. Das Gespräch hinsichtlich Planung und Vergütung zur FIBO sollte im Shop von Daniel kurz vor der FIBO standgefunden haben, wie Zeuge und Kläger übereinstimmend erklärten.

Daniel unternahm daraufhin einen Versuch, den Zeugen unglaubwürdig erscheinen zu lassen und behauptete, das Gespräch könne so nie stattgefunden haben, da er und seine damalige Lebensgefährtin den Zeugen damals am Bahnhof abholten und daraufhin mit Ihm zum Essen zu einem italienischen Restaurant gefahren seien. Daraufhin antwortete der Zeuge Enrico Seidler nur kurz: "Wieso vom Bahnhof abgeholt? Ich hab´ doch damals noch in Frankfurt gewohnt, ich war mit meinem Fahrrad bei Dir im Shop."

Der Zeuge Seidler erklärte außerdem, dass er seit Jahren für Daniel tätig war, ohne schriftlichen Vertrag. Da man befreundet war, sollte man sich seiner Meinung nach auf ein Wort verlassen können. 

Darauf verließ sich auch der Kläger Murat S., wie er später im Interview mit Body-Xtreme sagte, siehe Video unten...

Enrico Seidler ließ aber nebenbei noch fallen, dass Daniel Hill Ihm seit der FIBO ebenfalls noch Geld schulden würde.

Das weitere Procedere im Verfahren

Das Gericht schlug sodann einen Vergleich vor, wonach Daniel einen Betrag an €3000 an den Kläger Murat S. zahlt und beide Ihre jeweiligen Kosten selbst tragen. Daniel lehnte den Vorschlag des Gerichts ab und schlug seinerseits lediglich aus Kulanz einen Betrag von €600 Euro zur Zahlung vor.

Nachdem kein Vergleich zu Stande kam, unternahm der Rechtsanwalt des Klägers eine sog. "Flucht in die Säumnis" um später noch einen weiteren Zeugen hinsichtlich der Zustellung des Vollstreckungsbescheides in das Verfahren aufnehmen zu können.

Der letzte Akt lässt also nach wie vor auf sich warten...

Prozessbeobachtung

Body-Xtreme war am Landgericht direkt vor Ort und hat den Prozess aus nächster Nähe verfolgt.
Nachdem sowohl der Kläger wie auch der Zeuge übereinstimmend vom Termin der Gruppe in Daniels Shop aussagten sowie ebenfalls darin übereinstimmen, dass eben niemand auf der FIBO unentgeltlich für Daniel arbeiten sollte, hat das Gericht durch seinen Vergleichsvorschlag von immerhin €3000 nach unserem Dafürhalten bereits signalisiert, dass hier ein Zahlungsanspruch bestehen könnte, den Daniel Hill erfüllen muss; die Höhe dürfte jedoch noch in den Sternen stehen.

Daniel mag sich mit seinem Versuch den Zeugen unglaubwürdig zu machen, möglicherweise auch ein Eigentor hinsichtlich seiner eigenen Glaubwürdigkeit geschossen haben, da seine Aussage "Ich hab Dich doch vom Bahnhof abgeholt", unschlüssig ist, wenn der Zeuge damals noch in Frankfurt wohnhaft war.

Die vergangenen Artikel zum Gerichtsverfahren wurden bereits von Internetusern damit kommentiert, warum Daniel Hill nicht die Forderung bezahlt um einfach Ruhe zu haben, schließlich sollte das ja kein so großer Betrag sein, wenn man so viele Sponsoren hat und "Big in Business" ist, wie er immer vorgibt.

Daniel hatte heute die Gelegenheit, über den Vergleichsvorschlag des Gerichts die Klagesumme zu halbieren und endlich einen Deckel auf die Sache zu bekommen. Mit seinem eigenen Vorschlag war er von dem des Gerichts noch 2400 Euro entfernt.

Falls er noch immer in den USA wohnt, dürfte es sich kaum lohnen, für diese Summe zum 4. und vielleicht auch 5. Gerichtstermin im immer noch fortlaufenden Verfahren wieder nach Deutschland anzureisen, auch im Hinblick auf Ausfall von Arbeitsmöglichkeiten während der Zeit, die er in den Verhandlungen sitzt.

Auch wenn er es schaffen sollte, bis zum Urteil die Klageforderung noch abzuschmelzen: Eine Verurteilung dürfte PR-technisch alles andere als förderlich sein. Dass er den Anspruch komplett abschmettert erscheint nach dem dritten Verhandlungstermin eher unwahrscheinlich.

Body-Xtreme bleibt an der Sache dran und berichtet demnächst wieder vom "Daniel Hill Verfahren".


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