Daniel Hill muss vor Gericht - Update | Body-Xtreme 

Montag, 11 03 2013

Daniel Hill muss vor Gericht - Update

Exklusiv auf Body-Xtreme

Demnächst steht die FIBO wieder vor der Tür und der ein oder andere wird sich Fragen, was aus IFBB-Pro Daniel Hill geworden ist.

Der Daniel Hill Konflikt um den mutmaßlichen Faustschlag gegen eine Frau auf der FIBO fand seinen Höhepunkt in der Kündigung des Sponsorvertrages von Multipower. Danach bereitete sich Daniel Hill noch auf einen Profiwettkampf vor und kündigte danach jedoch an, MMA Fighter werden zu wollen.

Nun holt Ihn der Vorfall aus 2012 erneut ein.

Für den Montag, den 11. März 2013 um 10:30 Uhr (Aktenzeichen: 2-27 O 363/12) hat das Landgericht Frankfurt einen Termin zu mündlichen Verhandlung angesetzt und dabei auch das persönliche Erscheinen des Beklagten Daniel Hill angeordnet.

Worum geht es in dem Rechtsstreit?

Sein ehemaliger Freund und Geschäftspartner Murat S. trägt vor, von Daniel Hill zur Arbeit an dessen Energycare Stand (den Armbändern, die eine besondere Wirkung haben sollen) beauftragt worden zu sein. Die Bezahlung soll Daniel aber schuldig geblieben sein.

Aus dem Schriftsatz ans Gericht, welcher Body-Xtreme vorlag, heisst es dazu wie folgt:

"Am letzten Messetag kam es nach Abschluss der Arbeiten am Stand des Beklagten zu einem Vorfall, bei welchem der Beklagte mit seiner Lebensgefährtin wiederholt in Streit geriet. Die Situation eskalierte jedoch soweit, dass der Beklagte seiner Lebensgefährtin auf der Messe vor weiterem Publikum einen Faustschlag ins Gesicht versetzte.

            Beweis: Zeugnis des Enrico S...., b.b.

Der Beklagte bat den Kläger darum, den Vorfall für sich zu behalten. Da der Beklagte als einer der jüngsten Bodybuildingprofis in der Öffentlichkeit stand und die Handlung mitten auf der größten Bodybuilding und Fitnessmesse der Welt stattfand, dauerte es nur wenige Tage, bis die einschlägigen Medien den Vorfall weltweit veröffentlichten. Als Augenzeuge wurde auch ein Zitat des Klägers [Murat S., Anm. Body-Xtreme] veröffentlicht."

...

Murat S. trägt weiter vor, dass Daniel Hill ihn möglicherweise aus reinem Unmut nicht bezahlt hat, weil er "nicht dicht gehalten" hat. Da es hier um mutmaßliche Gewalt gegen eine Frau ging, konnte Murat S. jedoch mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, Daniel Hill zu schützen.

Im Anschluss an die FIBO übersandte Murat S. seine Rechnung, statt einer Zahlung sandte Daniel Hill seinem "sogenannten Freund Murat" jedoch eine Videobotschaft aus Las Vegas und teilte mit, dass er kein Geld bekommen wird.

Murat S. leitete in der Zwischenzeit bereits das gerichtliche Mahnverfahren ein und erhielt schließlich sogar einen Vollstreckungsbescheid gegen Daniel Hill mit dem er dann den örtlichen Gerichtsvollzieher zur Zwangsvollstreckung beauftragte.

Daniel Hill schaltete erst dann einen Anwalt ein und behauptete die Schriftsätze des Gerichts konnten Ihn nie erreichen, da er in den USA war. Da dies als Betreiber eines Ladenlokals wahrscheinlich unerheblich ist, ließ er später den Vortrag korrigieren und erklärte, dass er kurz vor Zustellung des Vollstreckungsbescheids doch nicht in den USA war, sondern in Deutschland, um dort mit seinem Vater einen neuen Briefkasten am Laden zu montieren. Der Briefträger hatte dann die Benachrichtigung über die Zustellung des Vollstreckungsbescheids in den falschen Briefkasten eingeworfen.

Man darf gespannt sein, wie das Gericht entscheiden wird und halten Euch über den weiteren Verfahrensverlauf auf dem Laufenden.

[Update 11.03.2013]
Heute fand am Frankfurter Landgericht in Raum 118 die Verhandlung statt, zu der Daniel Hill persönlich erschien. Der Vorsitzende Richter wollte zunächst allein die Frage hinsichtlich der Zustellung des Vollstreckungsbescheids geklärt wissen und ließ dazu den Vater von Daniel Hill sowie den Briefträger als Zeugen vernehmen.

Daniels Vater gab an, er könne bezeugen, dass am 05. oder 06. Juli 2012, genau konnte er das nicht sagen, ein separater Briefkasten bei Daniel Hills RTS-Fitness Store installiert wurde.

Der Briefträger gab hingegen an, dass der Briefkasten möglicherweise installiert war, dieser jedoch gar nicht in dem Bereich montiert ist, wo er seine Route durchführt. Er habe bis zum heutigen Tag nicht ein einziges Schriftstück in diesen Briefkasten geworfen, sondern wirft nach wie vor - wie auch den streitgegenständigen Vollstreckungsbescheid - alles im Gemeinschaftsbriefkasten ein bzw. gibt die Post bei der Hausverwaltung ab.

Selbst auf die Nachfrage des Briefträger bei der Hausverwaltung, nachdem er von dem Verfahren Kenntnis erlangt hatte, wo denn die Post einzuwerfen war, wurde Ihm mitgeteilt, dass dies ausschließlich bei der Hausverwaltung bzw. in den Gemeinschaftsbriefkasten zu erfolgen hat.

Auf die Frage des Vorsitzenden Richters, ob sich Daniel in der Sache nicht einvernehmlich einigen möchte, teilte er mit, dass eine einvernehmliche Erledigung für Ihn nicht in Frage kommt.

Am 15. April gehts weiter am Frankfurter Landgericht. Dort soll dann der Hausverwalter als Zeuge vernommen werden.

Werbung


Stichworte in diesem Artikel

Daniels Diary Daniel Hill FIBO Daniel Hill Konflikt Daniel Hill Debakel Gericht
Hard Body Radio

Die wöchentliche Radioshow mit dem neuesten aus der Bodybuilding Welt.

Jetzt reinhören!

Weitere News

Frauen Bodybuilding zurück beim Mr. Olympia 2020
Seit 2014 nicht mehr im Programm


Mr. Olympia 2019 - Brandon siegt!
Flashreport mit TOP 5 Analyse


Mr. Olympia 2019 - Halbzeit - Flashreport
Wer wird Titelträger Nr. 15?


Franco Columbu stirbt mit 78 Jahren
07.08.1941 - 30.08.2019


Macht Ultimate Nutrition dicht?
Gerüchte um Traditionshersteller


Brust-Training mit Dominik Dörfl
4 weeks out of Navplio Classic