Deutsche Meisterschaft 2010 | Body-Xtreme 

Sonntag, 09 05 2010

Deutsche Meisterschaft 2010

Peter Baers krönt Saison mit Gesamtsieg

Mit dem Gesamtsieg bei der Deutschen Meisterschaft krönt Peter Baers eine hervorragende Saison: Gesamtsieg bei der Fränkischen sowie der NRW, 1. Sieger der Ultimate Rühls Challenge und jetzt Deutscher Meistergesamtsieger.

Bereits nach dem Einwiegen war klar, dass die Härte von Peter schwer zu schlagen sein wird. Trotz der super Definition war er prall und voll. Die Oberschenkel tief geteilt. Man muss sich vor Augen halten, dass Peter vor 3 1/2 eine schwere Beinverletzung hatte und knapp eine Amputation entging. Sein Triumph ist deshalb umso höher einzustufen.

Schade für seine Konkurrenten zunächst in der eigenen Klasse, dem Männerschwergewicht, waren doch Marek Szostek und Marcus Kirsebauer in der Form ihres Lebens. Nach vielen Jahren hat Kirsebauer wirklich den Nagel auf den Kopf getroffen und keinerlei Anlass zum Mäkern geboten. In jedem anderen Jahr wäre der Titel für ihn drin gewesen. So musste er dem hervorragendem Peter Baers, sowie auch Marek Szostek den Vorrang geben, gewann aber später noch den "All Stars Future Award".

David Walli kann allerdings nicht zufrieden sein. Als Deutscher Meister mit Pause hier am Start, war der 4. Platz das höchste der Gefühle. Er schien auch zum Heavy Weight Pokal zu Beginn der Saison besser in Form gewesen zu sein, in jedem Fall konnte er das Form Defizit von damals nicht ausbügeln. Dass auf der Bühne dann minutenlang die CD streikte, war doch irgendwie bezeichnend für eine vollkommen verkorkste Saison. Er sollte sie ganz schnell vergessen und versuchen, vielleicht schon im Herbst an seine alten Erfolge anzuknüpfen.

Marco Schmidt im Männerschwergewicht sah super aus. Endlich Streifen auf der Brust und den Beinen. Seine Parademuskelngruppe, die tiefgeteilten Bauchmuskeln, waren ja schon zu Saisonbeginn Blickfang. So konnte er sich schon im hart umkämpfen Superschwergewicht durchringen und hatte die Hand schon am Gesamtsiegerpokal, bildlich gesprochen. Klassenintern standen mit 3 Landesgesamtsiegern die Saisonelite auf der Bühne. Niclas Langer war einer der härtesten Teilnehmer des ganzen Abends. Ihm fehlt an Ausstrahlung und Linie um mit seiner hervorragenden Verfassung den Funke auch beim Kampfgericht überspringen zu lassen.

Markus Hoppe konnte sich gegenüber seines Konkurrenten seit Saisonmitte nicht ausreichend verbessern. Bei der Fränkischen und dem Heavy Weight landete er noch vor Marco Schmid, musste sich hier aber mit Platz 3 klar geschlagen geben. Die Brust ist sein großes Manko.

Benjamin Prinz im Leichtschwergewicht war "prall wie sau", wie man im Publikum härte. Die Arme zum Zerreisen aufgeladen, super Kür, tolle Linie. Mit etwas mehr Härte wäre er durchaus auch für internationale Aufgaben bestens gerüstet.

Deutscher Vizemeister wurde der Gewinner der 2. Staffel Body-Xtreme Revolution Sandro Pfeifer, dessen Entwicklung wir ausgiebig dokumentiert hatten. Sandro hatte eine lange Saison hinter sich, musste sich unter 90kg drücken. Er sah deshalb nicht mehr ganz so gut aus wie beim BXR Finale, da ihm die Kilos fehlten. Sein nächster Start wird deshalb definitiv über 100kg sein.

Bülent Tekin siegte im ebenso hart umkämpften Mittelfeld. Prall, hart, super Kür und souveränes Auftreten trotz einem Florian Zanki, der gerade von vorne, mit seiner Mittelpartie glänzen konnte.

Impraim Emin hatte die besten Arme und Beine im Feld. Er war prall, er war hart, trotzdem schien die Konkurrenz bessere Muskelteilung aufweisen zu können.

Das Classic Bodybuilding hatte die lautstärkste Unterstützung im Publikum. Das Finale hatte Weltklasse Niveau. Sieger Ada Aslan brannte ein Hammerposing ab, zeigte eine fehlerfreie Linie und super Härte.

Der zweitplatzierte Dr. Michael Aprin war knochentrocken. Die Rückenposen lösten beim Publikum begeisterten Jubel aus. Er musste sich knapp Aslan geschlagen geben. Hier stand zwei Weltklasseathleten auf der Bühne.

Nicht vergessen darf man in dem starken Feld auch Stephan Geiwagner, der letzte Woche die Int. Österreichische Meisterschaft und den Gesamtsieg gegen harte internationale Konkurrenz holte. Sein dritte Platz zeigt den Leistungsstandard in der Klasse.

Juniorengesamtsieger Tim Budesheim sah man schon morgens beim Frühstück im T-Shirt die Chancen auf den Gesamtsieg an. Voluminös, prall, fingerdicke Ader auf den Armen. Er hätte auch bei den Männern eine gute Figur gemacht.

Ein Lob generell an alle Junioren für ihre tollen Küren. In diesem Jahr keine Rapmusik, sondern klassisch, schöne gut choreografierte Posings. Respekt an die ganze Altersklasse und weiter so !

Im Finale wurden mit Cornelia Junker und Renate Holland auch zwei neue Mitglieder in die Hall of Fame aufgenommen. Wir lehnen uns mal aus dem Fenster und sagen, in 5-10 Jahren wäre sie vielleicht eine Kandidatin dafür: Monika Becht. Sie gewann in Deutschland in der Fitness Leistungsklasse, war international in der Klasse erfolgreich und wechselte nun ins Bodybuilding - und wie. Die tolle Linie hat sie aus der Figurklasse mitgenommen und die zusätzlichen Muskeln stehen ihr prima. Dazu tolles Posing, gute Kür, prima Ausstrahlung - ja und man kann auch im Bodybuilding sicher erwähnen, dass Haare und Make-Up toll waren.

Maria Stiegler hatte ganz tolle Bauchmuskeln. Er fehlt allerdings an Ausstrahlung und auch an den Rückenposen muss sie arbeiten. Ihre Entwicklung über die Jahre ist jedoch vielversprechend.

Im Vorfeld wurde soviel über sie gesprochen, diskutiert und geschimpft und nun war die Stunde der Wahrheit für die Bikiniklasse. Man kann von der Klasse halten, was man möchte. Den Teilnehmern zollen wir unseren vollen Respekt für den Mut, sich auf diese neue, hochkritisierte Klasse einzulassen. Sie hatten vorher keinerlei Maßstab aus der Vergangenheit, an dem sie sich orientieren konnten.

Beobachtet man die Entwicklung in den USA, wo die Bikiniklasse jetzt auch bei den Profis Einzug hält, wird klar, dass der Verband diese Klasse früher oder später national umsetzen MUSSTE.

Die Zukunft wird zeigen, ob die Klasse eine Bereichung ist. Hier wird insbesondere zu beobachten sein, ob und wie die Teilnehmerinnen in andere Klasse aufsteigen, ob Athletinnen aus der Figurklasse den Start lieber in der Bikiniklasse vorziehen, oder Ähnliches.

Ein homogeneres Outfit ( in den USA gibt es spezielle Posingwear für die Bikiniklasse ) wäre sicherlich hilfreich.

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Bildergalerien zur Deutschen Meisterschaft 2010

Vorwahl
Finale
Bikini Klasse
1.) Katrin Frank
2.) Ramona Alb
3.) Aline Zier
4.) Figen Özdemir
5.) Adriana Deimann
6.) Lena Tamps

Figur
1.) Tania Zamberlan
2.) Matina Theodorou
3.) Anita Karch
4.) Susanne Osswald
5.) Sabrina Fink
6.) Francis Beck

Frauen 1
1.) Monika Becht*
2.) Maria Stiegler
3.) Susanne Güntzel
4.) Liliane Bittmann

Frauen 2
1.) Michaela Schmid
2.) Kathrin Dumitru
3.) Jutta Vosgerau

Junioren 1
1.) Martin Möllner
2.) Kevin LaGrutta
3.) Jonas Meissner
4.) Angelo Qafoku
5.) Daniel Bueltemann

Junioren 2
1.) Tim Budesheim*
2.) Frederic Höfer
3.) Daniel König
4.) Benedikt Hülsbusch
5.) Timo Oertel

Classic Bodybuilding
1.) Aslan Ada
2.) Dr. Michael Aprin
3.) Geiwagner Stephan
4.) Christian Rätz
5.) Karsten Hummel
6.) Thomas Rublik

Paare
1.) Günther Prechtl 
     und Michaela Schmid
2.) Susanne und 
     Stefan Günzel
3.) Jutta und 
     Thorsten Vosgerau

Männer 1
1.) Boris Göbel
2.) Marco Wulle
3.) Johannes Ott
4.) Vadim Zlotnik
5.) Michael Ulmer
6.) Daniel Novotny

Männer 2
1.) Bülent Tekin
2.) Florian Zanki
3.) Impraim Emin
4.) Jehdiah Bassey
5.) Arthur Dabek
6.) Günther Prechtl

Männer 3
1.) Benjamin Prinz
2.) Sandro Pfeiffer
3.) Spiros Memos
4.) Sven Krebel
5.) Christian Körpert
6.) Richard Leitner

Männer 4
1.) Peter Baers
2.) Marek Szostak
3.) Marco Kirsebauer
4.) David Wali
6.) Peter Jallitsch
5.) Marco Detlef

Männer 5
1.) Marco Schmid
2.) Niclas Langer
3.) Markus Hoppe
4.) Martin Hainbach
5.) Felix Decker
6.) Holger Spreer

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