Protein dämpft JoJo-Effekt | Body-Xtreme 

Dienstag, 03 06 2008

Protein dämpft JoJo-Effekt

Proteinanteil erhöhen statt auf niedrigen GI setzen

Nach einer Diät folgt oftmals eine sehr schnelle Gewichtszunahme, sobald man zu einer normalen Ernährung zurückkehrt, nicht wenige sind nach der Diät sogar fettleibiger als vorher.

"Die ersten Studienergebnisse zeigen eindeutig, dass die Studienteilnehmer nach einer Reduktionsdiät weniger an Gewicht zulegten, wenn sie den Proteinanteil ihrer Nahrung erhöhten. Dagegen bot der Verzehr einer Diät mit niedrigem Glykämischen Index keinen weiteren Vorteil hinsichtlich einer (Wieder-)Zunahme des Körpergewichts.", so Professor Arne Astrup, Koordinator der Diogenes-Interventionsstudie.

Die Makronährstoff-Zusammensetzung der Nahrung beeinflusst anscheinend die tägliche Energieaufnahme. Einige Studien weisen darauf hin, dass Proteine einen höheren Sättigungsgrad erzielen als Fette und Kohlenhydrate und zudem den Energieverbrauch stimulieren. Darüber hinaus lassen andere Studien vermuten, dass Kohlenhydrate mit einem niedrigen Glykämischen Index eher sättigen als Kohlenhydrate mit einem hohen Glykämischen Index.

Im Rahmen der Diogenes-Studie haben unter anderem Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) untersucht, welche Ernährungsfaktoren für eine Gewichtszunahme eine Rolle spielen. Ihr Ziel ist es, bestmögliche Ernährungsempfehlungen von den Studienergebnissen abzuleiten.

Weitergehende Infos

[1] Der Glykämische Index ist ein Maß für die Blutzuckererhöhung, die durch kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel ausgelöst wird. Je höher er ist, desto größer ist die Insulinausschüttung und desto stärker wird die Fettverbrennung gebremst.

[2] Zu Beginn der Diogenes-Studie mussten die erwachsenen Studienteilnehmer zunächst acht Prozent ihres Körpergewichts abnehmen. Im folgenden Interventionsteil der Studie musste dann die gesamte Familie eine von fünf vorgegebenen Diäten einhalten, die per Zufallsprinzip ausgewählt wurde.

763 erwachsene Studienteilnehmer konnten erfolgreich ihr Gewicht reduzieren. Insgesamt verloren sie 8500 kg an Gewicht. Dies entspricht etwa dem Gewicht von vier ausgewachsenen Elefantenbullen oder einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von 11,2 kg pro Person.

Nach Abschluss der ersten Gewichtsreduktionsphase musste jede der Familien (763 Erwachsene und 787 Kinder) eine bestimmte Diät einhalten. Zur Auswahl stand:
1. eine Kost mit erhöhtem Eiweißanteil und niedrigem Glykämischen Index,
2. eine Kost mit erhöhtem Eiweißanteil und hohem Glykämischen Index,
3. eine Kost mit normalem Eiweißanteil und niedrigem Glykämischen Index,
4. eine Kost mit normalem Eiweißanteil und hohem Glykämischen Index.
Bei der fünften Diät handelte es sich um eine "Kontroll-Diät", die sich an den bestehenden Ernährungsempfehlungen orientierte.

In zwei Studienzentren (Kopenhagen und Maastricht) stellte man den Studienteilnehmern extra für die Studie eingerichtete Supermärkte zur Verfügung, in denen sie sechs Monate kostenfrei einkaufen konnten. Hieran schloss sich eine sechsmonatige Ernährungsberatungsphase an, in der die Teilnehmer eingehend beraten und betreut wurden. In den restlichen sechs Studienzentren (Deutschland, Kreta, Tschechische Republik, Großbritannien, Bulgarien und Spanien) erhielten die Teilnehmer nur eine eingehende Ernährungsberatung und Betreuung. ? Diogenes

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