Portrait von Kerstin Wöller | Body-Xtreme 

Sonntag, 05 06 2005

Portrait von Kerstin Wöller

Bodybuilding Newcomerin 2005

Mein Name ist Kerstin Wöller, ich bin 38 Jahre alt, wohne und arbeite inBuchholz i.d.Ndh. Ich trainiere in Nahe, bei Torsten und Gritt Bläsner, im G+T Fitnessstudio.

Mein Trainingspensum ist auf zwei Tage Training, gefolgt von einem Tag Pause gesplittet. Die Trainingsdauer liegt bei 1,5 Stunden, plus drei Einheiten aerobes Training in der Woche von 30-45 min. In der Wettkampfvorbeitung zwei Stunden täglich, morgens vor dem Frühstück und abends nach dem Training.

Mein Trainingsplan sieht wie folgt aus:
1. Tag: Brust, Biceps, Bauch
2. Tag: vorderes Beine, Waden
3. Tag: Pause
4. Tag: Schultern, Triceps, Bauch Nacken
5. Tag: Rücken, Unterarme, hintere Beine

Ich begann im Alter von 25 Jahren mit dem Training. Eine damalige Freundin trainierte in einem Fitnessstudio und überredete mich, doch mal mitzkommen. Das Training gefiel mir und ich wurde Mitglied im dortigen Fitnessstudio. Bald schon trainierte ich mit der Studiobesitzerin, die bereits mehrfach an Meisterschaften teilgenommen hatte. Da ich von ihrer Gesamterscheinung und ihren Muskeln angetan war, versuchte ich ihr nachzueifern. Deshalb war ich ab diesem Zeitpunkt sehr häufig im Studio anzutreffen und dort lernte ich auch meinen Mann Andr? kennen. Aus beruflichen Gründen mussten wir Göttingen 2000 verlassen und zogen nach Buchholz, wo ich am Albert-Einstein-Gymnasium arbeite. Dort unterrichte ich die Fächer Englisch und Französisch, sowohl in der Mittel- als auch in der Oberstufe.

Nachdem wir einige Bodybuildingwettkämpfe besucht hatten, entschied sich mein Mann auch einmal auf die Bühne zu gehen. Er wurde 2004 Norddeutscher Meister und Finalist auf der Deutschen des NAC. Bei der Norddeutschen Meisterschaft in Seesen lernte ich Andrea Lawrenz, die ebenfalls startete, kennen und knüpfte erste zarte Bande. Wir sahen uns alle bei der Deutschen Meisterschaft in Salzgitter ein paar Wochen später wieder. Dort lernte ich Torsten Bläsner näher kennen, der sich selbstlos und ganz prima um meinen Mann hinter der Bühne kümmerte (Torsten: danke dafür!!).Andr? hatte sich nämlich fast alleine vorbereitet und wir waren ohne Unterstützung oder Trainer angereist.

Der Kontakt zu Torsten riss nicht ab und wir besuchten ihn in seinem Studio. Mein Mann überredete mich auch zu starten, aber ich wollte mir erst die Meinung von Torsten, dem Mann mit dem geschulten Auge, einholen. Nach zwei Tassen Kaffee kamen wir zu dem Entschluss, dass ich starte. Ich fragte Torsten, ob er mich vorbereiten würde und er stimmte zu.

Die Vorbereitung begann recht früh, da mein Körperfettanteil bei 17% lag, was eindeutig zu hoch war. Der Startschuss fiel Anfang Dezember 2004 und ich muss sagen, dass die Diät mir zunächst erstaunlich leicht fiel. Dies lag sicherlich auch mit an der tollen und zahlreichen Unterstützung aus meinem Umfeld. Andrea Lawrenz half mir bei meinen ersten Posingversuchen und auch stets seelisch und moralisch. Torsten war und ist für meine Form zuständig, seine Frau Grit versorgte mich immer sofort nach den Trainingseinheiten mit Eiweiß und netten Worten. Und last but not least, ist da noch mein Mann, der mir die ganze Zeit über den Rücken freihielt, mir phantasiereich jeden Tag mein Essen pünktlich auf den Tisch stellte und mir immer Mut machte, wenn es mal nicht so lief, wie ich es mir gedacht hatte. Auch auf allen Meisterschaften hat mich dieses Team so wundervoll umsorgt, dass ich letztenendes so erfolgreich sein konnte. Ohne diese lieben Menschen wäre all dies sicherlich nicht möglich gewesen und nur sie haben mich dorthin gepusht, wo ich nun bin. Vielen, vielen Dank, ich bin stolz, dass so ein tolles Team hinter mir steht.

Nachdem ich nun den Deutschen Meistertitel errungen habe, möchte ich mich weiterhin bezüglich der Proportionen verbessern. Vor allem im Beinbereich möchte ich im Herbst 2006 härter und definierter, aber auch mit mehr Muskelmasse insgesamt, antreten. Sollte ich national wieder so erfolgreich sein, wie dieses Jahr, würde ich sehr gerne auch mal international starten. Abgesehen von diesem Schwerpunkt möchten Andr? und ich neben den Einzelstarts in unseren Klassen auch unser Debüt im Paarposing wagen.

Neben all meinen Zielen ist es mir wichtig meine Feminität zu erhalten, denn meiner Meinung nach ist es für das Frauenbodybuilding wichtig, dass die Athletinnen eine weibliche Ausstrahlung haben. Muskelmasse ist schön, aber wenn eine Athletin keine weibliche Ausstrahlung mehr hat, geht auch ein Großteil der Ästhetik verloren. Dennoch sollte jeder Athlet sein Schönheitsideal finden und dementsprechend darauf hintrainieren.

Meine erste Saison hat mir richtig viel Spaß gemacht und ich werde dem Bodybuilding und der Bühne sicherlich noch einige Jahre erhalten bleiben.
Ergebnisse Sasion Frühjahr 2005
Deutsche Newcomermeisterschaft in Gießen 1.Platz
Berliner Meistschaft 1.Platz und Gesamtsieg
Deutsche Meisterschaft 1.Platz

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