Nicole Pfützenreuter: Diätgestaltung für Tampa | Body-Xtreme 

Dienstag, 26 08 2008

Nicole Pfützenreuter: Diätgestaltung für Tampa

IFBB Profi Pfützenreuter gibt Einblick in Vorbereitung

Meine Vorbereitung gliedert sich in vier Phasen. Eine Wettkampfdi?t sollte man mit ca. 15% plus minus ein paar Prozent starten. Dies sollte jedoch zumindest im BB kein Problem darstellen bzw. echte BB haben kein Fettproblem, sondern eher ein Wasserproblem. Wer richtig und hart genug trainiert ist einfach nicht fett Punkt. Diesmal musste ich aus zeitlichen Gr?nden schon mit Phase zwei anfangen, aber das war aufgrund meiner hohen Motivation und dadurch das ich schon in der Off-Season mich gr??tenteils sehr bewusst ern?hrt hatte keine H?rde.Hier der grobe Plan + ein paar knappe Ausf?hrungen:

1. Phase - ca. zwei bis vier Wochen:

S?mtliche unnat?rliche Lebensmittel wie Fast Food und S??igkeiten fallen nach und nach weg. Die t?gliche Ern?hrung wird auf bestimmte Rhythmen umgestellt - morgens Fasten, ab mittags in bewusst zeitlichen Abst?nden geplante und korrekt zusammengestellte Mahlzeiten und gegen Abend wird die Nahrungszufuhr vermindert. Wenn man seinen eigenen Rhythmus ausgeknobelt hat, dann braucht man sich auch nicht davor f?rchten, dass der Stoffwechsel w?hrend der Di?t runterf?hrt und erspart sich somit schlecht kontrollierbare 'Fress- und Schaukeltage' und ?hnliche dubiose Methoden.

2. Phase - ca. zwei bis vier Wochen:

Alle Getreidesorten (au?er Reis), H?lsenfr?chte, N?sse und Milchprodukte fallen unter den Tisch und es werden nach und nach nur noch Lebensmittel verzehrt, welche eben nicht den Fettstoffwechsel, den Wasserhaushalt und den k?rpereigenen Insulinspiegel negativ beeinflussen. Der eigentliche Prozess, den K?rper auf Wettkampfform umzuprogrammieren hat begonnen. Es wird ?berpr?ft ob der K?rper diesmal eher auf Low Carb oder Low Fat anspricht und dementsprechend wird die Zufuhr der N?hrstoffe gewichtet. Die Fl?ssigkeitszufuhr wird an die neue Situation angepasst und die genaue Menge an gew?hlten Lebensmitteln in dieser Phase (Eier, Gefl?gel, Fisch, Reis, Salat, Gem?se usw.) ermittelt.

Kalorienz?hlen und S?ndentage sind nicht drin. Eine BB Di?t ist keine Matheaufgabe und die meisten Formeln und Praktiken in der Richtung sind leider nur auf dem Papier gut aber in der Real World eine Milchm?dchenrechnung und pure Fiktion. Wenn man angeblich nur einfach weniger zu sich nehmen m?sste, als man verbrennt ... dann k?nnten sich alle Weight Watchers Clubs vor Waschbrettb?uchen nicht retten und jeder Teilnehmer eines jeden Contests w?re furztrocken und die Kampfrichter h?tten eine Menge weniger Arbeit. Aber so ist es eben nicht. Das sogenannte 'Cheaten' w?hrend einer Di?t ist keine richtige Hilfe und nur etwas f?r Schwache. Zudem macht man es sich auf lange Sicht dadurch nur schwerer als es schon ist.

Ich w?re nicht stolz, wenn ich nicht alles geben w?rde und 's?ndigen' w?rde und dann am Ende wom?glich noch eine gute Platzierung erhalte. Aber das scheint wohl Einstellungssache zu sein. Ich kann mich damit jedoch nicht identifizieren und es ist in meinem Sinne etwas, das nichts mit der Sache zu tun hat, die ich in einer gewissenhaften Vorbereitung liebe, lebe und atme. 'Je h?rter es ist, umso h?rter wird man am Ende sein' und 'der Weg ist das Ziel' Punkt.

3. Phase - ca. sechs bis acht Wochen:

Thunfisch, Eier und Obst fallen weg. Es bleiben Reis, Gefl?gel, Salat, gute ?le und als Gem?se Broccoli. Die Kombination aus Lebensmittelzufuhr, Wasser (pur!), Salz, Trainingsumfang und H?ufigkeit, Cardio usw. werden akribischst festgelegt und untereinander auf drei Stellen nach dem Komma eingestellt. Auch die Supplements fallen die letzten vier Wochen vor dem gro?en Tag nach und nach raus. An dieser Stelle einmal ganz gro?en Dank an die Firma Body Attack und Jan Budde, welche mich mit ihren tollen und vor allem leckeren (z.B. Extreme Whey Deluxe ...Schokogeschmack! hhmmm...) Produkten all die Jahre und auch in dieser Vorbereitung immer unterst?tzt hat.

4. Phase - die letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf:

Ziel einer Vorbereitung ist, dass man schon vierzehn Tage vor dem Wettkampf sein 'Fett weg hat'. Fett kann man nicht anspannen und auch nicht entw?ssern. Das eigentliche Wettkampfgewicht sollte erreicht sein mit ca. 2 Kilo Spiel (subkutanes und extrazellul?res Wasser). In den letzten Tagen geht es fast nur noch um das Verh?ltnis von Wasser, Kalium und Natrium bzw. um die Hautfaltendicke. Wenn das subkutane Fett abgebaut wurde, ist das n?chste Ziel, das die Hautfaltendicke am unteren R?cken ann?hernd bis gleich der Hautfaltendicke auf der Handr?ckenfl?che ist. Die Trainingsgewichte werden gesenkt, weil durch die Beeinflussung des Mineralienhaushaltes und damit verbunden des Wasserhaushaltes in der Muskelzelle (intrazellul?res Wasser) es zum einen kaum noch m?glich ist, die gleiche Leistung wie die Wochen zuvor zu bringen, noch es ratsam ist, in dieser Phase zu schwer zu trainieren (Verletzungsgefahr durch fehlende Pufferwirkung des Wassers in Muskeln und Gelenken). Es gilt jetzt nun nur noch das Ei hinter die Linie zu bringen. Muskelaufbau und vor allem der Fettabbau sollten abgeschlossen sein. Die letzten vierzehn Tage sind reine Nervensache. Der KFA sollte bei ca. 5% angelangt sein plus minus zwei Prozent je nach Athlet und Umst?nden usw. Posing sowie K?r werden jeden Tag ge?bt, daf?r f?llt das Cardiotraining immer mehr unter den Tisch. Das letzte Beintraining findet statt und die Kohlenhydratspeicher in den Muskelfasern (Fibrillen) werden durch systematisches Entleeren und F?llen auf den Wettkampftag hin noch mal prozentual vergr??ert.

Ich m?chte darauf hinweisen, dass es weder n?tig noch ratsam ist, seinen Wasserhaushalt chemisch zu manipulieren ( Diuretika). Es ist ein russisches Roulette Spiel, bei welchem auf f?nf Kugeln ein glatter, leerer und verkrampfter Totenkopf eingeritzt ist und nur auf einer Kugel die W?rter 'lebend und trotzdem in Form' steht. Alle Athleten die Karsten bisher betreut hat, sind ohne solche lebensbedrohlichen und einfach unvern?nftigen Ma?nahmen immer trocken auf die B?hne gekommen und auch ich habe es nicht n?tig aus einer zwar anstrengenden aber wundersch?nen und erf?llenden Pr?fung der eigenen mentalen und k?rperlichen F?higkeiten, ein Desaster zu veranstalten bzw. zu riskieren. Daf?r ist BB als Wettkampf einfach ein zu fantastischer Sport, als das man sich in den letzten Stunden alles ruiniert und einen f?rchterlichen Alptraum riskiert, nur weil man die Wochen vorher es einfach nicht genug gewollt hatte bzw. zu schwach war.

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