Mentale Power im Training | Body-Xtreme 

Mittwoch, 01 12 2004

Mentale Power im Training

Heute wollen wir uns mal mit einem stark vernachlässigtem Thema beschäftigen, das eigentlich Basis ist für jegliche Art von Erfolg im Bodybuilding. Ich rede dabei nicht davon das man einfach nur etwas Muskulatur aufbauen will um z. B. am Strand einen guten Eindruck zu hinterlassen, sondern ich rede von einem Aussehen bei dem die eine Hälfte der Leute nur noch mit offenem Mund dasteht und die andere Hälfte nur noch schreit ?Das ist eklig?.

Wir reden über den Aufbau eines gigantischen Körpers durch dafür notwendige mentale Stärke, im heutigen Post im Zusammenhang mit Trainingsmotivation. Obwohl wir hierbei über anstehende Hardcoretrainingseinheiten reden können gleichwohl auch Anfänger die zielstrebig Ihre Wunschvorstellung erreichen wollen davon profitieren.

Zunächst sollte man sich wieder einmal folgende Kernaussage vor Augen halten. ?Bodybuilding ist ein Individualsport?. D. h. man sollte sich nicht an starren Trainingsplänen festhalten, sondern auf die Signale des Körpers hören. Wenn man z. B. an einem Beintrainingstag Kniebeugen als erste Übung geplant hat, man aber merkt das man mental dafür nicht bereit ist, sollte man so frei sein das Training umzustellen. Wichtig beim Training ist aus jeder Einheit das maximale herauszuholen. Das erreicht man indem man die Übungen fühlt die man macht. Einfach nur Übungen ausführen, ohne zu spüren oder zu wissen für welchen Muskel ist einfach unproduktiv. Da könnte man auch direkt auf Hallenhalma umsteigen.

Wichtig ist vor jeder Trainingseinheit das man sich Gedanken macht. Was will ich mit dem Training heute erreichen? Ich persönlich mache mir vor jedem Training einen Plan welche Übungen ich ausführen werde (also ca. 1 Std. vor dem Training, wenn ich schon abschätzen kann wie fit ich heute bin). Ich visualisiere für mich wie ich die Übungen ausführe, mit welchen Gewichten und wie sich der Muskel nach dem Training anfühlen soll.

Beim Training versuche ich meine innere Aggression zu steigern. Nach dem Aufwärmen stelle ich mich auf den nächsten schweren Satz ein. Ich stelle mir vor wie ich das Gewicht bewege und die geplante Wiederholungszahl erreiche. Um wirklich schwere Gewichte zu bewältigen muß man voll konzentriert sein. Ich sammle meine Gedanken vor diesem Satz. Ich sage mir selber ?Auf diesen Satz kommt es an. Wenn der Satz vorbei ist, ist die Chance vorbei mich zu verbessern. Deine ganze Liebe, Dein ganzer Hass, gib alles was Du hast. Bewege dieses Gewicht Du Schwächling. Solange Dir nicht der Schädel platzt gibt es keinen Grund aufzuhören.?

Wichtig ist das man diese Methode bei den ersten zwei bis drei Übungen des Trainings einsetzt. Nach einer gewissen Satzzahl ist der Körper so geschlaucht das diese Methode nicht unbedingt mehr weiterhilft. Das ist dann der Zeitpunkt indem ich entweder auf Isolationsübungen gehe oder die Satzausführung und Wiederholungszahl ändere. Bei den Isolationsübungen geht es dann darum über Muskelkontraktion während der Übung in den hintersten Teil der Schmerzzone zu gelangen. Nach dem Training muss sich der Muskel anfühlen als wäre eine Horde Büffel darüber gelaufen.

Ich habe zwar auch ein Leben neben dem Bodybuilding, trotzdem versuche ich um konzentriert zu bleiben auf meine Ziele soviel wie möglich mich mit dem Thema zu beschäftigen. D. h. ich lese alles an einschlägiger Literatur wie die Flex, SportRevue oder auch Bücher über Ernährung und sonstiges. Daneben schaue ich mir regelmäßig Trainingsvideos an, besuche Meisterschaften oder verabrede mich mit anderen Bodybuildern zum Training. Im Normafall trainiere ich nämlich alleine. Ein Trainingspartner macht für mich keinen Sinn, da es ein Athlet auf einem Level sein müsste, für den meine Art des Trainings eventuell grundverkehrt sein könnte. Ab und zu kann dies aber auch aus Motivationsgründen sehr empfehlenswert sein.

Wichtig ist noch zu erwähnen?.um weiterzukommen muss man seine Grenzen austesten. D. h. ich mache regelmäßig versuche auf meine Maximalkraft. Wie soll man seine Grenzen kennen, wenn man sie nie versucht zu erreichen? Wenn man merkt dass seine Maximalkraft langsam steigt ist das ein sehr inspirierendes Gefühl. Außerdem geben mir diese Maximalversuche immer eine Aussage über meine momentane Verfassung.

Und keine Sorgen wenn man nach dem Beintraining kotzen muss, oder nach dem Schultertraining die Arme nicht mehr heben kann, oder nach dem Bizepstraining das Zähne putzen nicht so klappt. Das ist normal, wichtig und gehört dazu. Ich liebe es.

Und sollte man mal wirklich müde und unmotiviert vor dem Training sein, sollen zwei Tassen starken Kaffees schon Wunder gewirkt haben.

Stay tuned Folks

Totti

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