Creatin | Body-Xtreme 

Dienstag, 15 02 2005

Creatin

Fakten, Fakten, Fakten

Wöchentlich aufs Neue ein Thema bei uns ist es an der Zeit die grundlegenden Dinge über Wirkungsweise und sinnvollem Einsatz von Creatin in unserem geliebten Sport einmal näher zu erörtern. Zunächst einmal Creatin ist weder ein Wundermittel noch eine Dopingsubstanz. Wenn Ihr dergleichen in der Presse lest, dass wieder einmal ein Spitzensportler der Einnahme von Creatin bezichtigt wurde und dadurch direkt in der Öffentlichkeit als Satan persönlich dargestellt wird, zeigt nur die Ignoranz und Unwissenheit der Leute.

Creatin ist eine körpereigene Substanz. Sie ist in einer Menge um die 120g im menschlichen Körper vorhanden. Creatin wird zum einen aus den Aminosäuren Arginin, Glycin und Methionin gebildet und zum zweiten über die tägliche Nahrung aufgenommen. Der überwiegende Teil des Creatins wird in der Skelettmuskulatur als CP (Creatinphospat) gespeichert. Zusammen mit ATP (Adenosin Triphosphat) bildet es das Energiefreisetzungssystem im Körper.

Bei jeglicher Muskelkontraktion, also auch bereits beim einfachen Anspannen wird ATP zu ADP (Adenosin Diphospat) abgebaut. Will heißen aus einer Verbindung von drei Phosphatteilen wird eine Verbindung aus zwei Phospatteilen. Durch die Abspaltung eines Phospatteils wird Energie bereitgestellt. Das Problem nur für den um Muskelaufbau ambitionierten Athleten ist das der Muskel nur eine gewisse Menge an ATP speichern kann. Sobald diese Menge abgebaut ist (nach ca. 2 Sekunden) greift der Muskel nun auf CP als Energiespender zurück. Hierbei wird CP in Creatin und Phospat aufgespalten. Aufgrund dieses Vorgangs ist eine maximale Leistung über einen Zeitraum von 6-8 Sekunden möglich. Danach fängt der Körper an Milchsäure zu bilden und man erreicht den Zustand des absoluten Muskelversagens dass beim Training jeder schon einmal erlebt haben sollte.

Aufgrund des eben beschriebenen Vorgangs sollte nunmehr klar sein was einer der Grundgedanken ist die für eine Creatinsupplementierung sprechen. Kann man durch die Einnahme von Creatin den körpereigenen Spiegel erhöhen, sollte dies eine längere Maximalleistung nach sich ziehen. Wissenschaftliche Studien belegen das eine ausreichende Verabreichung von Creatinmonohydrat die Fähigkeit des Körpers der ATP-Bildung verbessert. In der Praxis heißt dass, das die Milchsäurebildung nicht nach 3-4 Wiederholungen eintritt, sondern erst nach 7-8 Wiederholungen.

Somit hat Creatin keine direkte muskelaufbauende Wirkung, sondern versetzt einen in die Lage mehr Wiederholungen mit schwerem Gewicht durchzuführen was wiederum einen Anreiz für mehr Muskelwachstum darstellt. Wer durch eine Creatinkur bereits etliche Kilo zugenommen hat weiß das es sich bei der Gewichtszunahme nicht um Muskulatur handelt sondern lediglich um im Muskel eingelagertes Wasser. Das hat einen einfachen Grund. Creatin verändert das intramuskuläre Zellvolumen. Normalerweise ist der Flüssigkeitsgehalt einer Zelle fest geregelt. Durch eine hohe Creatinzufuhr wird das normale Verhältnis von Flüssigkeit und festen Bestandteilen in der Zelle verändert, d. h. der relative Wassergehalt sinkt. Um das auszugleichen lagert die Zelle zusätzliches Wasser ein um das ursprüngliche Verhältnis wiederherzustellen. Durch ausreichende Zufuhr von Creatin kann bis zu 50% mehr Volumen in einer Zelle gebildet werden.

Da Creatin auch bei dauerhafter Einnahme keine nennenswerten Nebenwirkungen erzeugt könnte man theoretisch jetzt richtig loslegen. Um allerdings den körpereigenen Creatinspiegel zu erhöhen ist zunächst einmal eine massive Verabreichung von Creatinmonohydrat notwendig. In den ersten 10-12 Tagen 60-70g täglich, sowie im weiteren Verlauf 25g täglich. Somit kommen wir zum Knackpunkt der Geschichte. Die Relation zwischen Preis/Leistung. Man muß sich vor Augen führen das die oben beschriebenen Wirkungen nur temporärer Natur sind. Man kann sicherlich Creatin dauerhaft einsetzen, nur wer kann sich das finanziell neben den anderen Dingen die man so benötigt im Sport finanziell erlauben? Es spielt dabei auch keine Rolle, ob man nur reines Creatinmonohydrat oder ein Supplement mit einer Transportmatrix (Zell Tech, CreaVitargo) zu sich nimmt. Bei den Supplements mit Matrix muß man immer schauen wie viel Creatin auf 100g beigemischt sind. Um dabei auf 70g Creatin täglich zu kommen wird das ein noch teurerer Spaß. Wer das nötige Kleingeld besitzt kann durchaus 6-7 Kilo dauerhaft durch die Wirkungen zulegen. Nach dem Absetzen werden diese Kilos aber auch zum größten Teil sehr schnell wieder verschwinden.

Ich habe sowohl Monohydrat als auch mit Transportmatrix getestet und konnte bei der Wirkung keinen Unterschied feststellen. Ich empfehle ZellTech auch primär deswegen, weil darin auch Glutamin enthalten ist und ich somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlage. Und es schmeckt sogar noch.

Creatin besitzt allerdings noch weitere Eigenschaften die einen Gebrauch sinnvoll machen. Meinen eigenen Erfahrungen nach besitzt Creatin positive Eigenschaften für die Regeneration des Muskels und es besitzt die Eigenschaft gleichzeitig verabreichte Supplements wesentlich effektiver in den Muskel zu transportieren.

In der Praxis heißt das für mich das ich sowohl reines Creatin Monohydrat als auch ZellTech nutze. Ich nehme ca. 5-10g Creatin in Form von ZellTech während des Trainings ein und weitere 5-10g reines Monohydrat direkt nach dem Training, dann zusammen mit den Supplements wie Glutamin, Zink, BCAA usw. Wie gesagt ich nehme es nur an Trainingstagen, das aber dauerhaft und bin von der Wirkung überzeugt. In dieser Form eingenommen wird das ganze auch für jedermann bezahlbar.

Wünsche gutes Gelingen mit diesem hervorragenden Supplement.

Es grüßt

Totti

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