Arnold Classic - 30 Jahre Rückschau | Body-Xtreme 

Donnerstag, 01 03 2018

Arnold Classic - 30 Jahre Rückschau

Rückblick mit Fotos und Videos aller Arnolds Sieger

Die Arnold Classic ging vor 30 Jahre, 1989 das erste Mal über die Bühne, damals noch im Veterans Memorial Center, in dem Arnold auch selbst mit Franco Columbo und den anderen Athleten zuvor auf der Bühne stand.

Innerhalb dieser Zeit konnten insgesamt 16 Athleten die offene Klasse gewinnen. Die meisten Siege (5) holte Dexter Jackson, der in diesem Jahr große Chancen hat, Sieg Nr. 6 mitzunehmen. Gefolgt von 4-fach Sieger Flex Wheeler. Immerhin 3 Mal konnten der später Mr. Olympia Jay Cutler sowie Kai Greene Columbus siegreich verlassen.

ARNOLD CLASSIC CHAMPIONS
1989: Rich Gaspari
1990: Mike Ashley
1991: Shawn Ray
1992: Vince Taylor
1993: Flex Wheeler
1994: Kevin Levrone
1995: Michael Francois
1996: Kevin Levrone
1997: Flex Wheeler
1998: Flex Wheeler
1999: Nasser El Sonbaty
2000: Flex Wheeler
2001: Ronnie Coleman
2002: Jay Cutler
2003: Jay Cutler
2004: Jay Cutler
2005: Dexter Jackson
2006: Dexter Jackson
2007: Victor Martinez
2008: Dexter Jackson
2009: Kai Greene
2010: Kai Greene
2011: Branch Warren
2012: Branch Warren
2013: Dexter Jackson
2014: Dennis Wolf
2015: Dexter Jackson
2016: Kai Greene
2017: Cedric McMillan

Allein diese Namen zeigten schon das Prestige und die Qualität dieses Wettkampfs, der nach dem Mr. Olympia noch immer zu den großartigsten Wettkämpfen im Bodybuilding gehört.

Zuletzt hatte die Qualität der Arnolds gelitten, da es keine echte Frühsaison mehr gibt wie früher, als die Arnolds in Reihe mit Wettkämpfen wie Ironman Pro, Chicago Pro, Niagara Falls Pro eine Saison bildete, die Night of Champion mit dem Canada Pro eine zweite, sowie der Mr. Olympia dann die Schlusssaison darstellte.

Nun finden fast das ganze Jahr über Qualifikationswettkämpfe statt, wobei der IFBB Proleague Kalender besonders rund um den Mr. Olympia dicht gepackt ist mit hohen Preisgeld-Wettkämpfen und die Top-Athleten deshalb Ihren Peak auf diesen Zeitpunkt legen.

Für dieses Jahr sieht das Teilnehmerfeld jedoch wieder sehr vielversprechend aus.

Die Arnolds Classic Sieger

Als Rich Gaspari 1989 die erste Arnolds Classic gewann, war er mit 3 Vize-Mr. Olympia Rängen der beste Bodybuilder nach dem damals amtierenden Mr. Olympia Lee Haney. Rich´s Markenzeichen vor seine tolle Härte und Muskeldichte.

Mike Ashley war ohne Zweifel ein toller Athlet, wie man oben in seiner Posingdarbietung zweifellos erkennen kann. Tolle Proportionen und Symetrie, ein echtes Highlight auf der Bühne. Seinen Platz in der Arnold Geschichte verdankt er aber vor allem Shawn Ray, der den Wettkampf 1990 eigentlich gewann, allerdings im einzigen, jemals durchgeführten Dopingtest positiv durchfiel und so aus der Wertung gestrichen wurde.

Shawn Ray zeichnete sich aber nicht nur durch seine legendäre Präsentation, seine tolle Linie und seine immer ausgezeichnete Form aus, sondern auch durch seine Kontinuität und Verbissenheit; er nahm nach der Niederlage im Vorjahr im Jahr 1991 erneut teil und gewann.

Vince Taylor arbeitete sich in den Vorjahren Stück für Stück nach oben und konnte schließlich auch die Arnolds Classic gewinnen. Sein Posing war absolute Spitzenklasse. Er sollte später den 5Mal den Masters Mr. Olympia noch gewinnen und bis ins hohe Alter erfolgreich sein. Dass nicht noch weitere Arnold Siege folgen konnten, lag an dem Zustrom von neuen, talentierten Athleten zu dieser Zeit, die ebenfalls, wie er, Legenden werden sollten.

Wie Flex Wheeler, der in seiner Profi-Debüt-Saison (!) die Arnold Classic gewinnen sollte. Seine unglaublichen Proportionen ließen ihn immer recht gut in Columbus abschneiden. Legendär auch sein Zweikampf mit Nasser El Sonbaty 1997, den Flex Wheeler mit einer Rückkehr zum alten Look, entgegen des damaligen Massetrends, mit über 30kg Gewichtsunterschied trotzdem zu seinen Gunsten entscheiden konnte.

Kevin Levrone  sollte die Arnolds zweimal für sich entscheiden. 1994 gelang es ihm "relativ" einfach, da Flex Wheeler aufgrund eines schweren Autounfalls verletzungsbedingt seinen Titel nicht verteidigen konnte. Kevin stellte eine Mischung aus Massemonster und Ästhet dar. Gegen Ende seiner Karriere stellte sich die Situation dar, dass der leichter, ästhetische Kevin im Frühjahr auf der Arnolds teilnahm und der "Monster Levrone" im Herbst auf der Olympia Bühne stand.

Mike Francois hatte leider nur eine sehr kurze Profilaufbahn, die aber außerst erfolgreich war. Auch er konnte, wie Flex Wheeler, in seiner Debütsaison erfolgreich sein, und 1995 in Columbus den hochgehandelten Favoriten Flex Wheeler hinter sich lassen. Ihn sollte leider ein Vorfeld einer schweren Magenblutung später zu Fall bringen, die er überlebte. Seitdem ist er Priester, ist allerdings auch an vers. Wettkämpfen als Kampfrichter im Einsatz.

Wer von Massemonster sprach, der meinte Athleten wie Nasser El Sonbaty, die mit Gewichten jenseits der 125kg auf der Bühne und mit 145kg und mehr Offseason durchs Leben stampften. Nasser zeigte sich verbissen und nahm immer und immer wieder an der Arnolds teil, selbst wenn die Niederlagen gegen den deutlich leichteren Flex Wheeler ihn erheblich schmerzten. Seine Beharrlichkeit sollte sich mit dem Sieg 1998 auszahlen.

Ronnie Coleman stellte mit seiner Teilnahme an der Arnolds 2001 einen Art Tabu-Bruch dar (Video hier), denn noch nie nahm ein amtierender Mr. Olympia Champ an der Arnolds teil und riskierte, abseits der Olympia-Bühne geschlagen zu werden. Im September zuvor zeigte Ronnie Coleman nach Jahren der Dominanz eine schwache Form und wurde in seinem Sieg durch Kevin Levrone gefährdet. Um seine Kritiker zum Schweigen zu bringen, nahm Ronnie an der Arnolds teil, um sie mit seiner vielleicht absoluten Bestform zu schocken.

Jay Cutler konnte ab 2002 dreimal hintereinander die Arnolds gewinnen, was außer Ihm bislang niemand bewerkstelligte. Er blieb sogar einige Jahre der Mr. Olympia Bühne fern, um sich so auf einen Wettkampf im Jahr zu konzentrieren und seinen Körper weiter zu formen und zu entwickeln, um später Ronnie Coleman entthronen zu können.

Dexter Jackson boykottierte ab 2005 den Mr. Olympia, da er sich veralbert fühlte, durch die damals einmalig in Las Vegas ausgetragene Mr. Olympia Challenge Round. Er ließ den Mr. Olympia daher in dem Jahr aus und gewann dafür 2005 und 2006 seine ersten Arnolds Siege. Es sollte noch drei weitere Siege folgen.

Victor Martinez konnte auf der Arnolds Classic zeigen, wie gut er ist. Sein Name fiel auch im Rahmen einer Mr. Olympia Pressekonferenz, als Ronnie Coleman meinte, Victor habe das Potential ihn beerben zu können. Leider machten Ihm eine schwere Knieverletzung sowie ein späterer Gefängnisaufenthalt einen Strich durch die Rechnung.

Kai Greene sollte ein weiterer Athlet sein, der extrem herausragte, aber trotzdem nie den Mr. Olympia Titel gewann. Dabei konnte er in den ersten Jahren sogar Phil Heath auf der Arnolds Classic in die Schranken weisen. Kai gewann den Wettkampf zuletzt 2015 und machte danach eine Art "Arnolds Tour" und siegte später in Australien und Brasilien, stand seitdem aber nicht mehr auf der Wettkampfbühne.

Branch Warren Siege lagen alle mehr oder weniger außerhalb seiner besten Tage. Entsprechend umstritten waren sie. Ganz besonders als Branch 2012 Dennis Wolf erneut hinter sich ließ, obwohl Körper nach einer Reihe von Verletzungen schon erheblich geschunden aussah.

Nachdem er einige Jahre für den Sieg anstehen musste, wurde Dennis Wolf endlich 2014 für sein Durchhaltevermögen und seine harte Arbeit belohnt. In herausragender Form gewann er schließlich die Arnolds Classic.

Es scheint kein Geheimnis, dass Arnold ein ganz besonderer Fan von Cedric McMillan ist, der im letzten Jahr endlich die Arnolds Classic gewinnen konnte. Seine klassischen Posen, seine tolle Knochenstruktur und seine vollen Muskelbäuche sind eine Augenweide - wenn die Form stimmt.

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