Arnold Classic 2019 - Finalsreport | Body-Xtreme 

Sonntag, 03 03 2019

Arnold Classic 2019 - Finalsreport

Brandon Curry siegt gegen amtierenden Champions

DAS kommt nicht alle Tage vor: Der amtierende Arnold Classic Champion tritt in Form an - und wird trotzdem geschlagen! Es war ein wirklich großartiges Duell aber am Ende sollte Brandon Curry verdient gewinnen. Wer gestern abend bereits unseren Halbzeitreport gelesen hat, wird auch bei den übrigen Platzierungen keine Überraschung mehr erfahren haben. Unten in der Videobox könnt Ihr auch die Aufzeichnung ansehen.

Unsere Analyse im Einzelnen:

1. Brandon Curry

Vor Jahren wurde er im Feld durchgereicht, weil er nie die nötige Form auf die Bühne brachte. Die Zeiten sind vorbei. Seine Form war exzellent. Vor allem seine schmale, tief gerippte Mittelpartie sollte am Ende den Ausschlag geben. Brandon hat damit nach Australien und Brasilien nun auch die Arnolds Classic in den USA gewonnen.

2. William Bonac

William trat mit dem gleichen herausragenden Gesamtpaket wie im Vorjahr an, das gut genug war, um sogar Rekordsieger Dexter Jackson auf Platz 2 damals zu verweisen. Er hat so viel Masse auf seinem Körper gepackt, dass seine Lats sogar richtig hängen, und deren Verlauf von Schulter bis in die Hüfte herein ist ein genetischen Geschenk. Aber die Taille machte den Unterschied: Zwar flach und nicht sehr breit, aber eben deutlich breiter als Brandons, der hier den Standard setzte. Auch er ein absoluter Ausnahmeathlet.

3. Luke Sandoe

Vor 2 Jahren machte uns Roman Fritz in unserer Made in Germany Reihe auf Luke Sandoe aufmerksam. Er sollte einen guten Riecher beweisen, denn wenn Luke alles zusammenbringt, ist er eine Wucht: Luke trat in spektakulärer Form in Columbus an. Vor allem die Muskeldichte war im Feld einzigartig. Dazu ausgewogene Muskelverteilung von Kopf bis Fuß. Wenn dieser Junge es bis zum Mr. Olympia schafft, wer soll ihn dort vom Finale abhalten?

4. Cedric McMillan

Der 2017er Sieger hält sich von höheren Platzierungen meist selbst ab. Er war leider nicht richtig in Form. Schade, mit seine Größe und Symetrie hätte er das Duell an der Spitze noch interessanter machen können - und letztendlich hätte er in Topform auch durchaus gewinnen können. Seine Formschwankungen bleiben rätselhaft. Immerhin: Er wurde zum Ende des Wettkampfs immer besser und erhielt hierfür vom Kampfgericht faire Chancen das zu zeigen. War er doch anfangs nicht mal im 1. Callout.

5. Roelly Winklaar

Unsere USA Update Leser wussten es bereits vor über einer Woche: Roelly Winklaar kam nicht rechtzeitig in Form. Zwar war seine Taille gut unter Kontrolle, was oftmals bei Ihm den Unterschied zwischen on/off aussagt, aber es ist einfach noch zu viel Fett auf den Rippen, wir spekulieren mit guten 3-5kg, die noch gefehlt haben. In Australien kann die ganze Sache wieder anders aussehen. Schade. Mit der höchsten Olympia Platzierung im Feld, hatte er auch den nötigen Rückenwind bis ganz nach vorn gehabt. Appropo Rücken: Nur der bessere Rücken sollte ihn vom Absturz auf Platz 6 abhalten.

6. Steve Kuclo

Wie immer, wenn er in Form ist, lässt er so richtige Details noch immer vermissen. Spannt er zwei-,dreimal fest an, sind die Muskeln so zu gelaufen, dass man wirklich wenig erkennt. Die Symetrie ist top, aber ohne Details muss selbst ein Roelly Winklaar vorbei kommen, der nicht in Form ist.

7. Rafael Brandao

Der Brasilianer ist seit 18 Monaten Profi und hat zusammen mit seinem Coach Chris Aceto einiges richtig gemacht. Zum Beispiel vollen Fokus auf die Form zu legen, welche die beste im ganzen Lineup war. Ihm fehlt es natürlich an Masse, aber die kann mit der Zeit noch kommen. Wenn er seine Linie behält, dann kann er sehr weit in diesem Sport kommen. Seine Präsentation erinnerte an die guten alten Zeiten mit Bob Paris. Selbst Arnold war begeistert, der den Jungen für sein Snapchat spontan aufnahm. Und hey: Dexter Jackson fing 1999 mit einem 7. Platz seine Karriere im Profibodybuilding an...

8. Josh Lenartowicz

Er war vor 3 Jahren die Überraschung der Arnold. Sein aktueller Look mit Glatze und zusätzlicher Masse ist ein Rückschritt gegenüber damals. Man traute ihm damals mehr zu und das gilt auch noch heute.

9. Akim Williams

Mit seiner Masse und Struktur erinnerte er an Ronnie Coleman. Wie The King ist er sehr stark und hebt auch sehr schwer im Training. Wenn er seine riesige Masse in ähnliche Form bringen kann, gewinnt er so einen Wettkampf.

10. Victor Martinez

Ebenfalls eine Überraschung war seine tolle Verfassung mit 46 Jahren. Die Mittelpartie war schlank, die Haut warf keine Falte. Nur einen Vergleich mit den Jungs weiter vorne hätten wir ihm gewünscht, vielleicht wäre so noch mehr als der 10. Platz drin gewesen.

11. Charles Dixon

Eigentlich 212 Athlet war er hier im Feld überfordert. Er ist eher ein kleinerer Athlet, aber ungefähr so breit wie hoch und in der 212 Klasse kann er sicher vieles reißen. Die Moderation des Livestreams brachte es auf den Punkt: Zwischen all den anderen Athleten sieht er aus wie ein Kind.

12. Mikhail Volinkin

Der Arnold Amateur Gesamtsieger vom Vorjahr hat natürlich noch nicht das Niveau, um bei diesem Wettkampf gleich Anschluss an die Spitze zu finden. Aber er konnte für Aufsehen sorgen, als er trotz seiner nicht geringen Masse mit einem Rückwartssalto auf die Bühne sprang und sich während seines Kürvortrages in mehreren Schrauben und Flick-Flacks zeigte, die vielleicht die ein oder andere Fitnessathletin nicht besser machen könnte.

ARNOLD CLASSIC 2019 - Ergebnisse
Name Vorwahl Finale Total
1. Brandon Curry
12 10 22
2. William Bonac 18 12 30
3. Luke Sandoe 30 21 51
4. Cedric McMillan 40 28 68
5. Roelly Winklaar 54 38 92
6. Steve Kuclo 55 40 95
7. Rafael Brandão 71 49 120
8. Josh Lenartowicz 79 56 136
9. Akim Williams 93 66 159
10.Victor Martinez 97 68 165
11.Charles Dixon 113 80 193
12.Mikhail Volinkin 117 82 199
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